Aus dem Schatten treten: die Ausstellungseröffnung

Saal
Ein voller Saal während des Vortrags von Christine Hopfengart (Foto: Susn Kohl)

Nach der Preview am Abend zuvor war es noch nicht vorbei: uns erwartete noch die offizielle Eröffnung am Sonntagvormittag. Die Stühle für die vielen Besucher nicht aus, so dass einige über eineinhalb Stunden hinweg stehen mussten. Nach der gestrigen Preview im Obergeschoss fand der heutige Festakt in „unserem“ Raum statt – die Blicke der Gäste schweiften also schon während der Veranstaltung über die Bilder an den Wänden.

Für das Kuratorenteam sprachen Iris Nocker und Max Westphal (Foto: Susn Kohl)

Die Direktorin Cathrin Klingsöhr-Leroy sprach einführende Worte zu den eröffnenden Ausstellungen, Willi Baumeister und Paul Klee sowie shades of black. Anschließend referierte die Kunsthistorikerin Christine Hopfengart über Gemeinsamkeiten und Differenzen in Biografie und Werk von Willi Baumeister und Paul Klee. Im Anschluss durften wir in unsere Ausstellung einführen, wobei auch die Anekdoten aus dem Seminarverlauf nicht zu kurz kamen.

Eine wirkliche Besonderheit waren die musikalischen Zwischenspiele der Pianistin Eva Maria May und des Vilonisten Kolja Lessing. Sie präsentierten moderne Kompositionen von Ursula Mamlok und Francis Poulenc. Gezeichnet von Spannungsmomenten, Brüchen und Widersprüchen entfaltete die Musik zusammen mit den Bildern im Saal eine fesselnde Wirkung. Selten erlebt man es sonst, dass zur Eröffnung von Kunstausstellungen auch Musik vorgetragen wird – bei Eröffnungen im Franz Marc Museum ist dies fixer Programmpunkt, der nicht zuletzt auch an die Beziehung der Künstler des Blauen Reiters zur Musik anknüpft. Ein Konzertflügel aus dem Hause Ibach steht immer im Foyer bereit.

Im Anschluss an das Programm wurden die Stühle zusammengestellt und die Räume des Franz Marc Museums konnten besichtigt werden – auch an diesem Vormittag begegneten uns interessierte Gäste mit Fragen zur Bildauswahl und dem Prozess des Kuratierens.

Natürlich ist’s mit dieser Eröffnung noch nicht vorüber: die Ausstellung läuft bis zum 10. Januar 2015 und wir bieten ein umfassendes Rahmenprogramm. Es wird einige Führungen geben, sowie Workshops, in denen man die präsentierten grafischen Techniken selbst ausprobieren kann. In München veranstalten wir eine Podiumsdiskussion zum Thema „Grafik der Nachkriegszeit“.musik

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Ein Gedanke zu “Aus dem Schatten treten: die Ausstellungseröffnung

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,ich habe die Ausstellung nicht gesehen, mir aber aufgrund des Titels den Katalog besorgt, in dem ich laut des Titels in erster Linie Abbildungen bzw. Kommentare zu Grafiken erwartete. Ich musste aber leider feststellen, dass von den 10 Werktexten lediglich vier Texte Grafiken behandeln. Warum? Alle Künstler haben in der Zeit doch auch („schwarze“) Grafiken angefertigt. Das hat mich enttäuscht.

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